fabiobossi

Archive for Juli 2012|Monthly archive page

Financial System Supply-Chain Cross-Contagion: a study in global systemic collapse

In Uncategorized on Juli 16, 2012 at 4:09 pm

„In a more complex and tightly coupled economy, rather than absorbing shocks, the
economy can amplify and transmit them: we have seen this as the financial crisis has
evolved. We are now dependent upon many more interactions to maintain our welfare.
More complexity and connectivity means there are many more points where failure or
breakdown can occur. More interdependence between nodes means that the failure of one
node can cause cascading failure across many nodes.De-localisation means that there are
many more places and events that can transmit failure, and major structural stresses can
build at a global scale. There is less local resilience to failure, in that we cannot repair or
replace many critical elements from local resources. The rising speed of processes means
that failure for even a short time can, for example, overwhelm tiny inventories, causing
cascading failure along supply-chains. In addition,the high-speed spreading of such failure
if it were to spread at the speed of financial markets or inventories could outrun our ability
to bring it to a halt or even slow it down. So at first glance, rising complexity should lead to
increased systemic risk.

http://www.feasta.org/wp-content/uploads/2012/06/Trade-Off1.pdf

Advertisements

Richard Ebeling on Libertarianism, Anarchism and the Truth of Austrian Economics

In Uncategorized on Juli 8, 2012 at 2:21 pm

Daily Bell: Lately libertarianism and Austrian economics have come under attack. Are you aware of this?


Richard Ebeling: It is not surprising that classical liberal and libertarian ideas are often attacked. After all they are the ideas that consistently oppose the current political systems of plunder, privilege and power lusting. The philosophy of liberty proclaims that each individual is unique

and possessing inherent rights to his life, liberty and honestly acquired property. That government, if it is to exist, is to serve as the protector and guardian of our distinct individual rights, and not the master of men who are obligated to sacrifice themselves for some asserted „national interest,“ „general welfare,“ or „common good.“

http://www.thedailybell.com/4064/Anthony-Wile

Inflation versus Deflation: Harry Dent vs. James Rickards

In Uncategorized on Juli 5, 2012 at 10:42 am

At the latest Casey Research conference, Recovery Reality Check, James Rickards, senior managing director of Tanget Capital Partners and author of Currency Wars: The Making of the Next Global Crisis, debates Harry Dent, founder and president of HS Dent Foundation, on the subject of which is more likely in the near-term economic future, inflation or deflation.

 

Der Goldfranken und die Goldsektierer

In Uncategorized on Juli 5, 2012 at 10:13 am
In einem als „Analyse“ angek?ndigten Kurzartikel meint ein Journalist im schweizer Tagesanzeiger es den „Goldbugs“ einmal richtig zeigen zu k?nnen. Aufh?nger sind die Pl?ne einer schweizer B?rgerinitiative einen Goldfranken einzuf?hren, die offenbar auch in (wirtschafts-)professoralen Kreisen Anklang finden (siehe z.B. hier). Am 03. Juli sprach Detlef Schlichter auf Einladung dieses Kreises zum Thema „Goldm?nzw?hrung – Papiergeldkollaps“ in Z?rich:

„Er hat ein Buch unter dem Titel ?The Collapse of Paper Money? verfasst. Darin vertritt er die These, dass das gegenw?rtige System des Papiergeldes dem Untergang geweiht und dass dieser Untergang nicht mehr allzu weit entfernt ist. Hyperinflation wird die unausweichliche Folge dieses Kollapses sein. Der Goldfranken ist daher die Rettung des kleinen Mannes. Er hat einen realen Gegenwert und verhindert so die totale Vernichtung des Verm?gens.

Schlichters These beruht auf den sattsam bekannten Argumenten der sogenannten ?sterreicher Schule, deren bekannteste Vertreter Ludwig von Mises und Friedrich A. von Hayek sind. Beide sind die Vordenker einer extremen Variante der Marktwirtschaft. Sie wollen einen reinen Nachtw?chterstaat, der einzig Schutz- und Polizeiaufgaben zu verrichten hat. Alles andere erledigt der Markt, auch das Geldwesen. Deshalb braucht es keine Zentralbank, die Papiergeld sch?pfen kann, sondern harte Privatw?hrungen, die mit Gold gedeckt sind. In diesem System gibt es kein Fiat-Geld mehr und damit auch keine unkontrollierbare Schuldenwirtschaft.

Soweit, so gut, wobei vielleicht anzumerken w?re, dass Schlichter meines Wissens keine „harten goldgedeckten Privatw?hrungen“ vorschl?gt, sondern grunds?tzlich den Marktteilnehmer ?berlassen m?chte, was Ihnen am besten erscheint. Bei einem Auftritt in Prag, auf der ersten europ?ischen Bitcoin-Konferenz, schien er mir selbst dem rein digitalen Bitcoin-Geld gegen?ber aufgeschlossen zu sein.
Der Autor f?hrt fort:

So weit zur Theorie. In der Praxis haben sich die Anh?nger des Goldes l?ngst zu einer Sekte entwickelt. Sie vertreten die Thesen der ?sterreicher so inbr?nstig und unreflektiert wie uneinsichtige Marxisten die Thesen des Kommunistischen Manifests. Auch sie wiederholen stets: Das aktuelle System ist dem Untergang geweiht. Erst wenn es zusammengebrochen ist, kann mit dem Gold eine paradiesische ?ra anbrechen.“

„Sektiererische“ oder „missionarische“ Z?ge bei Anh?ngern von Marktgeld m?chte ich garnicht leugnen, was auch an der von ihnen empfundenen Dringlichkeit liegt. Je n?her man die „Endzeit“ w?hnt, desto aufgeregter versucht man eben sich und andere darauf vorzubereiten. Pers?nlich bin ich recht agnostisch geworden, da unser Kreditgeld v?llig anders funktioniert, als es leider viele „Goldbugs“ glauben, aber das ist eine ganz andere Baustelle…

Leider wird der Autor nun richtig schwach:

Wie die Marxisten unterdr?cken die Gold-Enthusiasten alles, das nicht in dieses schlichte Weltbild passt. Dazu geh?rt etwa die Tatsache, dass in den Zwischenkriegsjahren die R?ckkehr zum Goldstandard zu Massenarbeitslosigkeit und Deflation und beides zusammen zum Aufstieg von Faschismus und Kommunismus gef?hrt hat. Die globalisierte Weltwirtschaft des 21. Jahrhunderts an einen Goldstandard zu binden, w?re etwa so sinnvoll, wie die Transportprobleme in den Alpen mit einer R?ckkehr zur Postkutsche l?sen zu wollen.

Mit seiner Bemerkung, die Argumente der „?sterreicher“ seien „sattsam bekannt“ kann der gute Journalist nicht sich selbst gemeint haben, wobei es allgemein schon eine ausgepr?gte Aversion gegen?ber Gold ben?tigt, um dem „Goldstandard“ die Nachkriegswirren und die folgenden mega-etatistischen (und papiergeldfinanzierten) Hyperkatastrophen des 20. Jhd. in die Schuhe zu schieben. Zu kl?ren w?re bspw., von welcher Deflation die Rede ist. Bei der britischen wurde schlicht der (politische!) Fehler begangen, aus falschem Stolz das Vorkriegsumtauschverh?ltnis Pfund zu Gold wiedereinf?hren zu wollen. James Rickards beschreibt das z.B. in seinem j?ngsten Buch „Currency Wars“ und ?ber dessen „schlichtes Weltbild“ kann sich der geneigte Leser z.B. hier einen Eindruck verschaffen: „Threat Finance – Capital Market Risks are Complex and Supercritical„.
Das n?chste „Argument“ ist denn auch schlicht redundant:

Etwas Weiteres vergessen die Gold-Enthusiasten. Es gibt in der Geschichte der Menschheit kaum ein blutigeres und grausameres Kapitel als den Kampf um das gelbe Metall. Gold ist, wie es Maynard Keynes zu Recht formuliert hat, ein ?barbarisches Relikt?. Damit l?sst sich keines der aktuellen Probleme l?sen. Deshalb brauchen wir Goldm?nzen etwa so dringend wie einen Kropf.

Hierzu empfehle ich z.B. folgende Artikel von Prof. Fekete:

Die tiefere Ursache der Gro?en Finanzkrise: Das Friedensdiktat von Versailles
Vergessener Jahrestag: 100 Jahre gesetzliche Zahlungsmittel